Betrieb und Gewerkschaft, Debatte, Hintergrund, Magazin, Schwerpunkt, Theorie und Geschichte

Beteiligungsorientierte Gewerkschaftsarbeit

Vom Modewort zu realer Veränderung?

Eine Zwischenbilanz der Beteiligungs­orientierung sechs Jahre nach der ersten Konferenz »Erneuerung durch Streik«

von Christoph Wälz, Berlin

Dieser Artikel erscheint in der Februar-Ausgabe unseres neuen Magazins, das du hier beziehen kannst.

Bei der Konferenz »Erneuerung durch Streik« 2013 standen »Erfahrungen mit einer aktivierenden und demokratischen Streikkultur« im Fokus. Der ver.di-Bezirk Stuttgart, der seit 2006 mit beteiligungs- und konfliktorientierten Methoden und Strategien gearbeitet hatte, inspirierte damals bundesweit. Das Beispiel ließ, so Luigi Wolf 2013, »hoffen, dass es möglich ist, auf regionaler Ebene um eine aktivierende Gewerkschaftskultur zu kämpfen«. Seitdem wurde »Beteiligungsorientierung« fast schon zum Modewort der gewerkschaftspolitischen Debatte. Selbst in der hierarchisch organisierten IG Metall wird bei Erschließungsprojekten auf Partizipation gesetzt, da die Gewerkschaft in manchen Betrieben anders kaum noch Fuß fassen kann.

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Betrieb und Gewerkschaft, Solidarität

Kampfmethode Ultimatum

Von disziplinierender Kollegialität zu widerständiger Solidarität – Fallbeispiele aus dem Gesundheitswesen

von Daniel Behruzi, Artikel zuerst erschienen in: Industrielle Beziehungen 04/2018

Was ist Solidarität im Krankenhaus? Im Alltag äußert sie sich darin, dass Pflegekräfte die eigenen Schutzrechte ignorieren, um Patientinnen und Patienten, aber auch ihre Kolleginnen und Kollegen „nicht hängen zu lassen“. Der Beitrag handelt von dem Versuch, aus dieser disziplinierenden Form der Kollegialität eine „Kampf-Solidarität“ zu entwickeln: Teams fordern ultimativ Maßnahmen zur Entlastung und drohen damit, andernfalls freiwillige Leistungen wie das Einspringen außerhalb des
Dienstplans zu verweigern. Sie nutzen ihre gestiegene Produktionsmacht, da die Abläufe im Krankenhaus regelhaft darauf basieren, dass sich Pflegekräfte über ihre arbeitsvertraglichen Pflichten hinaus engagieren.

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Betrieb und Gewerkschaft, Debatte, Internationales, Theorie und Geschichte

Frauen*streik am 8. März 2019: Feministischer Anstoß

Von der Herausforderung, die Gewerkschaften zu gewinnen und Spielräume zu erweitern

Ongoo Buyanjargal, Nelli Tügel und Christoph Wälz schreiben über Pläne für einen Frauen*streik am 8. März und Chancen, das Streikrecht in der Bundesrepublik zu erweitern.

Dieser Artikel erscheint auch in der ersten Ausgabe des neuen Debatten-Magazins „Lernen im Kampf“, das auf der Streikkonferenz in Braunschweig erworben und bald auch bestellt und abonniert werden kann.

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Betrieb und Gewerkschaft, Kommentar

Systemwechsel nötig

Verdi fordert Aufwertung der Altenpflege

von Daniel Behruzi

Wenn Gewerkschaften Tarifforderungen stellen, tun sie das in erster Linie für ihre Klientel. Die materielle Lage und die Arbeitsbedingungen der (potentiellen) Mitglieder sollen sich verbessern, dafür sind Gewerkschaften da. Doch nicht selten geht es in Tarifauseinandersetzungen um mehr als die unmittelbaren Interessen der Beschäftigten.

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Betrieb und Gewerkschaft, Debatte, Die Linke und die Macht, Internationales

[Berlin] Gelbwesten und gewerkschaftliche Erneuerung

Einladung zur Diskussionsveranstaltung

In Frankreich hält die Bewegung der Gilets Jaunes gegen soziale Ungerechtigkeiten weiter an. Viele Gelbwesten lehnen Parteien, auch linke Parteien, und Gewerkschaften ab. Vor allem, weil sie diese als Teil eines politischen Apparates betrachten, der ihnen nichts zu bieten hat. Welche Herausforderungen stellen sich dadurch? Und überhaupt: Wie geht es weiter für die Gilets Jaunes?

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Debatte, Die Linke und die Macht, Theorie und Geschichte

Regieren? Unter keinen Umständen?

Sollen sich linke, antikapitalistische Parteien an Regierungen beteiligen? Das ist keine theoretische Frage. Eine klare Position ist für „revolutionäre Realpolitik“, wie sie der Anspruch von Marxist*innen sein sollte, entscheidend.

von Richard Ulrich, Frankfurt am Main

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