Betrieb und Gewerkschaft, Hintergrund

Humane Psychiatrie braucht Zeit

Gute Personalaus­stattung ist Grundlage menschenwürdiger Psychiatrie. Sie wird aktuell verhandelt

von Gisela Neunhöffer

MEHR VON UNS IST BESSER FÜR ALLE! – Kommt am 5. Juni zur bundesweiten Demonstration anlässlich der Gesundheitsminister*innenkonferenz nach Leipzig!

Der folgende Artikel ist Teil der Mai-Ausgabe des Magazins „Lernen im Kampf“, das hier bestellt werden kann.

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Betrieb und Gewerkschaft, Solidarität

Kampfmethode Ultimatum

Von disziplinierender Kollegialität zu widerständiger Solidarität – Fallbeispiele aus dem Gesundheitswesen

von Daniel Behruzi, Artikel zuerst erschienen in: Industrielle Beziehungen 04/2018

Was ist Solidarität im Krankenhaus? Im Alltag äußert sie sich darin, dass Pflegekräfte die eigenen Schutzrechte ignorieren, um Patientinnen und Patienten, aber auch ihre Kolleginnen und Kollegen „nicht hängen zu lassen“. Der Beitrag handelt von dem Versuch, aus dieser disziplinierenden Form der Kollegialität eine „Kampf-Solidarität“ zu entwickeln: Teams fordern ultimativ Maßnahmen zur Entlastung und drohen damit, andernfalls freiwillige Leistungen wie das Einspringen außerhalb des
Dienstplans zu verweigern. Sie nutzen ihre gestiegene Produktionsmacht, da die Abläufe im Krankenhaus regelhaft darauf basieren, dass sich Pflegekräfte über ihre arbeitsvertraglichen Pflichten hinaus engagieren.

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Bericht, Betrieb und Gewerkschaft

Kämpfen lohnt sich: Erfolg an Uniklinik Frankfurt/Main

Dieses Jahr hat eine interessante Auseinandersetzung die gewerkschaftliche Arbeit an der Uniklinik Frankfurt geprägt. Anfang des Jahres hatten die Landesbeschäftigten als Tarifkomponente das sogenannte Hessenticket erhalten, das ihnen erlaubt, kostenlos in ganz Hessen mit Bus und Bahn zu fahren. Auch die Beschäftigten der Universität und die Ärztinnen und Ärzte konnten diese Regelung im Verlauf des Jahres durchsetzen, was zuerst einmal zu begrüßen ist. Allerdings bedeutete dies, dass von 4500 Beschäftigten an der Uniklinik nur etwa 1500 von der Regelung profitierten. Die große Mehrheit und vor allem die unteren Lohngruppen, die unter den Haustarif der UKF fallen, sowie die Tochterfirmen der Uniklinik, gingen leer aus.

von Richard Ulrich, aktiv in der ver.di-Betriebsgruppe am UKF

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Betrieb und Gewerkschaft, Hintergrund, Kommentar

Kirchlicher Zynismus – Pflegekräfte in katholischer Klinik streiken

Seit Längerem diskutieren und begleiten wir die Bewegungen der Beschäftigten im Gesundheitswesen solidarisch. In den letzten Wochen hat ver.di wichtige Schritte gemacht, die Bewegung für mehr Personal voranzubringen. Wir dokumentieren dazu einen Artikel von Daniel Behruzi, der die Zäsur des Streiks an der Marienhausklinik herausstellt.

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Betrieb und Gewerkschaft, Linksammlung

Mehr Personal im Krankenhaus: Erster Durchbruch für ver.di

Am 7. März – einen Tag vor einer Demonstration von mehr als 4000 Krankenhausbeschäftigten in Saarbrücken – hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) angekündigt, gesetzliche Personaluntergrenzen in „pflegesensitiven“ Klinikbereichen einführen zu wollen. Noch sind die Pläne unkonkret, da weder genaue Vorgaben noch Finanzierungspläne bekannt sind. Doch die Bewegung der Politik in dieser Sache ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die bundesweite Tarifbewegung „Entlastung“ von ver.di („Mehr Personal im Krankenhaus“) Druck entfaltet. Auch wenn die Ziele der Kollegen noch längst nicht erreicht sind, zeigt das doch: Kämpfen lohnt sich!

Einen Bericht über die Demonstration in Saarbrücken gibt es hier.

Pressemitteilung des BGMs findet sich hier.

Pressemitteilung von ver.di hier.

Und noch ein Bericht aus der „jungen Welt“.

Betrieb und Gewerkschaft, In eigener Sache, Kommentar, Solidarität

Solidarität neu lernen

Die Konferenz „Erneuerung durch Streik III“ hat „Durchsetzungsfähigkeit stärken“ als eines ihrer Mottos gewählt. Dahinter steht die bittere Erfahrung fehlender oder sehr begrenzter Erfolge in Tarifbewegungen. Die Frage nach einer Stärkung der Durchsetzungskraft ist dabei immer auch die Frage nach der Solidarität.

von Nelli Tügel und Christoph Wälz

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