Der Charité-Streik: Kämpfen lohnt sich!

Eine kommentierte Linksammlung

11 Tage lang haben die Beschäftigten der Charité gestreikt. Es war der erste Streik an einem deutschen Krankenhaus, der für mehr Personal geführt wurde. Nun steht ein Eckpunktepapier, auf dessen Grundlage in den nächsten Wochen der Tarifvertrag verhandelt und geschrieben werden soll. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse findet sich auf der Seite des Fachbereichs 3 von ver.di. Von einem Erfolg für ver.di schreibt Nelli Tügel in der Tageszeitung „neues deutschland“ am 02.07.2015.

Durch den Streik habe ver.di das „Aktionsfeld aller Gewerkschaften erweitert“ schreibt Daniel Behruzi über den richtungsweisenden Arbeitskampf am 26.06.2015 in der Tageszeitung „junge welt“.

Über bemerkenswerte Wege zu mehr Demokratie, Aktivitäten und Solidarität während des Streiks schreibt Aron Amm auf der website socialistworld.net. Das deutsche Gesundheitssystem sei – so Amm – Teil des „anderen Deutschlands“, das heute den größten Niedriglohnsektor Europas nach Lettland hat und pro Einwohner_in mehr private Krankenhäuser als die USA.

Die Linkspartei unterstützt ver.di im Kampf um mehr Personal im Krankenhaus – bei der Forderung nach einer gesetzlichen Grundlage sowie bei der Durchsetzung von tariflichen Mindeststandards an der Charité.

Die Streikenden der Charité haben sehr viel Solidarität und Verständnis erfahren. Von Patient_innen und Angehörigen, Beschäftigten anderer Betriebe, Gewerkschafter_innen und der Presse. Maßgeblich dazu beigetragen, den Personalnotstand an der Charité und anderen Krankenhäusern öffentlich zu machen und praktische Solidarität zu organisieren, hat das Bündnis „Berlinerinnen und Berliner für mehr Personal im Krankenhaus“.

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